Selbsterfahrung & Gemeinschaftliches beim Wandern

 

Ab August 2017 Assistent*innen gesucht für Pranawanderzentrum + ÖKODORF-Institut: Hausverwaltung nach Absprache inc. Renovierung, Putzen, Küche, Seminarverwaltung… im Tausch für kostenlose Teilnahme an unseren Wanderungen, Seminaren, Gemeinschaften-Festivals… Für Seminarverwaltung kann Dein Wohnort irgendwo auf der Erde sein mit Internet und Telefon. Für die anderen Arbeiten ist Wohnen in unserer Nähe sinnvoller.    Telefon 07764-933999  oekodorf@gemeinschaften.de

14.September 2016:  Nach 5 Wochen Alpen freu ich mich über folgenden Bericht meines Mitwanderfreunds Peter.  Ähnliche Selbsterfahrungs-Wanderungen biete ich das ganze Jahr an, auch tageweise, v.a. im Schwarzwald, bei Hannover, im Spessart + wohin ihr mich einladet.  Für FreundInnen kostenlos, sonst nach Absprache – zur Orientierung dient der Anmeldecoupon, den ihr anfordern könnt.

Erfahrung Prana Wandern:  Ende August habe ich Karl-Heinz Nähe Luzern am verabredeten Treffpunkt angetroffen. Übernachtung im eigenen PKW war ausgemacht. Damit hatte ich Übung, Beifahrersitze raus, Matratze rein, Bettzeug auch für kalte Höhen. Lebensmittel aus Deutschland hatte ich mitbebracht, Spiritus-Kocher (Schweiz ist derzeit doppelt so teuer wie bei uns). Und so habe ich für einen Urlaub, reich an Erfahrungen, für 10 Tage 120Euro ausgegeben: für Seilbahnen, Käse von der Alm, ein mal Essen gehen, Lebensmittel vom Laden. Dazu Benzin, Autobahn-Plakette.    Karl-Heinz ist versiert, geschützte Parkplätze mit Wasser und Schatten zu archivieren, versieht seine Wanderkarten ebenso mit Markierungen für schöne Wege, besondere Orte und ist ein zuverlässiger Wanderführer, der immer genau wußte wo wir sind. Das kann im Hochgebirge bei Nebel rettend sein. Ansonsten konnten wir durch seine Kartenkenntnisse beratschlagen, wie wir den Tag und die Wanderung strukturieren wollen, was wir uns zutrauen.               

Für mich war eine Gratwanderung Grenzerfahrung und Chance, zu experimentieren wie ich Höhenangst heilen kann. Deshalb bin ich den Grad nochmal einen Tag später alleine gelaufen. Überraschung: meine teuren Wanderschuhe wurden bei nassen Wurzeln zur Rutschpartie, bin dann nur noch mit meinen Jogging-Schuhen gelaufen, die haben griffige Sohlen.

Für Wanderwege mit Wegweiser-Zeitangaben haben wir wesentlich länger Zeit eingeplant, wir mögen Pausen für sinnliche Erfahrungen, Zeit um die Schönheit von Nähe und Weite auf uns wirken zu lassen. Anstatt Fast-Food und Leistungssport selbstgekochtes Slow-Food und Slow-Go. Auch Pausen für die eigenen Prozesse oder baden im Bach.

Den Weg auf einen Zweieinhalbtausender empfand ich gelegentlich wie Atemtherapien/Rebirthing: man schnauft sich durch, durch körperliche Widerstände, Gefühle, alles ist im Fluss, alles darf da sein und ich komme durch meine Gedanken/Filme ins Jetzt: die Öffnung für die Schönheit der Berge, Wolken, der weiten Blicke, der grünen Hochalmen, den wunderschönen alten Häusern, Kräutergärten im Kloster. Beim Wandern: das wechseln von Geröllfeldern in Urwälder, Schnee, Felsberge die zunächst gewaltig aussahen nach einer Stunde von oben gesehen leicht begehbar, verschiedene Perspektiven. Auch die Schönheit der Menschen, besonders einem Bergbauern-Ehepaar, hat mich beeindruckt. Sie stahlten Freude und Gesundheit aus, bei schwerer Arbeit. Keine Trennung von entfremdeter Arbeit und Konsum-Freizeit, während der Arbeit ist Zeit mit uns Wanderern zu sprechen.

Das Pranawandern mit K-H ist für mich Meditation, manchmal austesten von Grenzen, immer wieder Selbstverantwortung übernehmen: was will ich? Will mal eine längere Zeit alleine gehen? Will ich zusammen gehen und reden? Oder mir vielleicht Hilfe holen, um ein Thema gemeinsam anzuschauen. Kommunikation auf hohem Niveau fand täglich mehrmals statt: im morgentlichen Mitteilen, was ich erlebt habe in Träumen, was ich zu Entscheidungen denke, die anstehen. Das in Worte fassen meiner Gefühle und Prozesse hilft mir, mich zu verstehen.

Vor meiner Reise hatte ich im persönlichen Umfeld viele Beziehungen in Krise gesehen, einschließlich meiner eigenen. Ermutigend war für mich, dass sich Karl-Heinz und seine Frau Sabine nach langer Krise wieder gefunden haben. Sie hatten beim gemeinsamen Wandern ihren Gefühlen und Bedürfnissen erlaubt, da zu sein und waren füreinander da in ihren Prozessen, das fühlte sich schön und würdevoll an. Sie haben an ihrer gemeinsamen Zukunftsvision als Paar gearbeitet, auch inspiriert durch Bücher von dem amerikanischen Therapeuten Chuck Spezzano.  So war auch in unserem Gepäck ein Buch von Chuck Spezzano und vor Gipfel-Erfahrungen stand manchmal das Vorlesen aus dem „Beziehungs-Notfall-Set“: um dann beim weiter laufen die eigenen Verhältnisse zu reflektieren, mit angegebenen Meditationsübungen zu experimentieren, über die Grundlagen für eine gelingende Beziehung nachzudenken.

Die Rückkehr nach Hause: starke Gefühle und nach wie vor das Bedürfniss, mich ihnen ohne Ablenkungen von Fernsehen, Radio, Medien zu stellen. Genauso stark waren die ersten Stunden beruflicher Tätigkeit – präsent und klar mit Kraft und Humor. Und stark auch mein Gewinn an Kondition, das hab ich beim Fahrradfahren erlebt.     Danke!  Peter Fehr

 Wander-Termine:   Flyer & Anmeldecoupon bitte anfordern: oekodorf@gemeinschaften.de

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